In welcher Richtung sollte man Vinylboden verlegen?

Möchte man in einem Vinyl verlegen, so stellen sich hierbei zahlreiche Fragen. So zum Beispiel in welche Richtung man den Vinylboden verlegen soll. Grundsätzlich muss man in diesem Zusammenhang wissen, das es hier fachlich keine Vorschriften oder Vorgaben gibt. Es gibt aber Empfehlungen, wie man nachfolgend erfahren kann.

 

Hauptlichtquelle als Orientierung bei der Verlegung

Beim Vinyl verlegen sollte man immer darauf achten, dass man die einzelnen Dielen entsprechend der Hauptlichtquelle ausrichtet. Was die Hauptlichtquelle hierbei ist, kann unterschiedlich je nach Wohnung sein. So kann das ein großes Fenster, aber auch eine Beleuchtungsquelle sein. Die Ausrichtung nach der Hauptlichtquelle begründet sich darin, dass man dann so direkt die jeweiligen Übergänge sehen kann. Das kann je nach Design vom Boden durchaus als störend empfunden werden. Zudem kann das aber auch in anderer Hinsicht eine Wirkung haben. Gerade bei langen und engen Räumen, kann sich so die Schlauchwirkung vom Raum verstärken.

Auch spielt hier natürlich eine Rolle, was für eine Optik der Vinylboden hat. Letztlich handelt es sich also bei der Frage nach der richtigen Verlegerichtung immer um eine optische Frage, wie letztlich der Boden in einem Raum wahrgenommen wird und wirkt.

 

Verlegerichtung bei mehreren Räumen

Etwas komplizierter wird es, wenn man in mehreren Räumen Vinyl verlegen möchte. Befolgt man hier den oben genannten Grundsatz der Ausrichtung nach der Hauptlichtquelle, so führt dieses automatisch zu unterschiedlichen Verlegungen. Alleine weil man zum Beispiele eine unterschiedliche Anordnung der Räume und der Lichtquellen hat. Hier kann man dann entweder sich je nach Raum hinsichtlich der Verlege-Ausrichtung orientieren. Oder aber auch nach der Bedeutung der jeweiligen Räume oder anhand was für eine Verlegeausrichtung aufgrund der Räume, sich in der Mehrzahl befindet. Hier hat man also mehrere Möglichkeiten zur Auswahl beim Vinyl verlegen. Anders kann es im übrigen je nach Vinylboden aussehen, wenn man ein sogenanntes Verlegemuster einhalten muss. Dann können nämlich entsprechende Überlappungen notwendig sein. Das kann letztlich dazu führen, dass man bei mehreren Räumen keine einheitliche Linie hinsichtlich einer Verlegerichtung bekommt.

Man spricht in diesem Zusammenhang dann auch von einem sogenannten „wilden Verband„.

Natürlich kann man das auch verhindern. In einem solchen Fall, müsste man den Verband je nach Raum dann gegebenenfalls unterbrechen. Mit entsprechenden Übergangsleisten ist das durchaus möglich. Wobei es je nach Optik vom Vinyl, durchaus auch störend sein.

 

Planung ist das A und O

Wie man anhand vom Artikel erkennen kann, ist das mit der Verlegerichtung beim Vinyl verlegen gar keine so einfache Sache. Einfach ist es letztlich nur dann, wenn es um einen Raum geht. Sobald es aber um mehrere Räume und vielleicht auch um entsprechende Verlegemuster geht, wird es kompliziert. Je nachdem wie die Verlegung erfolgt, kann man diese nicht so einfach wieder ändern.

Teilweise ist das auch gar nicht möglich, wenn man zum Beispiel den Vinyl bei der Verlegung klebt. Gerade deshalb sollte man sich schon vor dem Vinyl verlegen intensiv Gedanken zur Verlegerichtung machen. Ist man sich hinsichtlich der Wirkung unsicher, kann man natürlich auch zur Probe auslegen. So bekommt man einen optischen Eindruck, wie die jeweilige Verlegerichtung später beim Vinyl verlegen wirkt.

 

Nochmals in der Kurzfassung:

  • Keine feste Vorgabe bei der Verlegerichtung
  • Orientierung Hauptlichtquelle
  • Verlegemuster bei mehreren Räumen beachten
  • ggfs. Wirkung der Verlegerichtung testen

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